Volksbank Osterholz-Bremervörde, Filiale Lilienthal

Für BancArt steht das Projekt damit beispielhaft für eine zentrale Frage, die viele Banken und Sparkassen derzeit beschäftigt: Wie lässt sich der vorhandene Filialbestand so transformieren, dass er auch langfristig relevant bleibt?

Lilienthal gibt darauf eine klare Antwort: mit weniger Denken in klassischen Filialstrukturen – und mehr Fokus auf Beratung, Begegnung, regionale Identität und die intelligente Verbindung von persönlichem und digitalem Service.

Regional verwurzelt. Zukunftsorientiert gestaltet.

Wie sieht eine Bankfiliale aus, die persönliche Nähe, regionale Identität und digitale Services selbstverständlich miteinander verbindet?

Mit der umfassenden Neugestaltung der Niederlassung Lilienthal hat die Volksbank eG Osterholz Bremervörde ihren bestehenden Standort konsequent für die Anforderungen der kommenden Jahre weiterentwickelt. Gemeinsam mit BancArt entstand aus einem Bestandsgebäude von 2006 eine moderne Beratungs- und Servicewelt, die weit mehr ist als eine klassische Bankfiliale.

Vom Bestandsgebäude zur neuen Filialwelt

Das bestehende Gebäude aus dem Jahr 2006 bildete zwar die bauliche Basis des Projektes, im Inneren begann die Planung jedoch nahezu bei null. Die vorhandenen Flächen wurden vollständig entkernt und anschließend räumlich, technisch und gestalterisch neu aufgebaut.

Damit bot sich die Chance, nicht lediglich einzelne Bereiche zu modernisieren, sondern das gesamte Nutzungskonzept neu zu denken: Welche Services werden heute vor Ort benötigt? Wie verändern Digitalisierung und hybride Beratung die Flächen? Und wie kann gleichzeitig ein Ort entstehen, der die Verbundenheit der Volksbank mit Lilienthal und der Region sichtbar und erlebbar macht?

Das Ergebnis ist eine Filiale, in der Architektur, Innenraumgestaltung, Technik und digitale Lösungen als Gesamtkonzept zusammenspielen.

Sieben Themenzimmer erzählen von der Region

Ein prägendes Element des neuen Konzeptes ist die konsequente regionale Verankerung.

Im Erdgeschoss entstanden sieben Beratungszimmer, die jeweils einem regionalen Thema gewidmet sind. Statt austauschbarer Besprechungsräume erhalten die einzelnen Beratungswelten damit eine eigene Identität und stellen einen direkten Bezug zum Umfeld der Volksbank und zur Lebenswelt ihrer Kundinnen und Kunden her.

Die Regionalität wird dabei nicht zum dekorativen Zusatz, sondern zu einem Bestandteil des Raumkonzeptes. Die Themen schaffen Wiedererkennung, geben den Räumen Charakter und unterstützen den Anspruch der Genossenschaftsbank, vor Ort verwurzelt und nah bei den Menschen zu sein.

Drei weitere Beratungsräume im Obergeschoss stehen als zusätzliche Ausweich- und Beratungsmöglichkeiten zur Verfügung. Sie sind bewusst neutral gestaltet und erweitern flexibel die Kapazitäten des Standortes.

Persönlicher Service wird digital erweitert

Ein weiterer Schwerpunkt des Konzeptes liegt in der intelligenten Verbindung von persönlichem und digitalem Service.

Die Digitale Anmeldung ermöglicht Kundinnen und Kunden eine intuitive Orientierung und Anmeldung – sowohl innerhalb als auch außerhalb der regulären Öffnungszeiten. Damit endet der Zugang zu persönlicher Unterstützung nicht automatisch mit den klassischen Servicezeiten.

Ergänzt wird das Angebot durch Digitalberatung als dritten Serviceplatz. Sie erweitert den klassischen Vor-Ort-Service um einen zusätzlichen digitalen Kontaktpunkt. Mitarbeitende können auf diesem Weg unabhängig von ihrer unmittelbaren Präsenz am Standort eingebunden werden.

Für die Volksbank entsteht damit ein hybrides Servicemodell: Persönliche Nähe bleibt erhalten, wird aber durch digitale Möglichkeiten sinnvoll ergänzt. Flächen und personelle Ressourcen können flexibler genutzt und Servicezeiten kundenorientierter gestaltet werden.

Nachhaltigkeit beginnt auch im Bestand

Zukunftsfähigkeit spielte nicht nur bei der Organisation und Digitalisierung der Filiale eine Rolle. Auch die technische Infrastruktur des Gebäudes wurde weiterentwickelt.

Im Rahmen des Umbaus wurde unter anderem eine nachhaltigere Wärmepumpenlösung integriert. Zusammen mit der konsequenten Weiternutzung und Transformation des bestehenden Gebäudes zeigt das Projekt, dass moderne Bankarchitektur nicht zwangsläufig mit einem Neubau beginnen muss.

Gerade die vollständige Neustrukturierung eines Bestandsgebäudes bietet die Möglichkeit, vorhandene Ressourcen weiterzuverwenden und gleichzeitig räumlich wie technisch einen weitreichenden Neustart zu realisieren.

Filiale neu gedacht: persönlich, regional und hybrid

Mit der neuen Niederlassung in Lilienthal zeigt die Volksbank eG Osterholz Bremervörde, welche Rolle ein stationärer Standort auch in einer zunehmend digitalen Bankenwelt übernehmen kann.

Die Filiale wird nicht über möglichst viele klassische Servicefunktionen definiert. Stattdessen entsteht ein Ort, an dem unterschiedliche Kontaktwege zusammengeführt werden: persönliche Beratung, digital unterstützter Service, flexible Beratungsmöglichkeiten und moderne Selbstbedienungsangebote.

Gleichzeitig sorgt die konsequente regionale Gestaltung dafür, dass Digitalisierung nicht zu Anonymität führt. Im Gegenteil: Technik schafft neue Möglichkeiten für den Service, während Architektur und Gestaltung Identität und Nähe vermitteln.

Genau darin liegt für BancArt ein wesentlicher Ansatz bei der Entwicklung zukunftsfähiger Filialkonzepte: Digitalisierung dort einsetzen, wo sie Prozesse und Erreichbarkeit verbessert – und Räume dort emotional gestalten, wo persönliche Begegnung stattfindet.

Ein Standort mit neuer Perspektive

Aus einem knapp 20 Jahre alten Bestandsgebäude ist in Lilienthal eine vollständig neue Beratungs- und Servicewelt entstanden.

Sieben regionale Themenzimmer, zusätzliche flexible Beratungsräume, digitale Anmeldung, Digitalberatung und eine modernisierte Gebäudetechnik greifen dabei ineinander. Das Ergebnis ist keine Modernisierung um ihrer selbst willen, sondern eine konsequente Weiterentwicklung des Standortes.

Für BancArt steht das Projekt damit beispielhaft für eine zentrale Frage, die viele Banken und Sparkassen derzeit beschäftigt: Wie lässt sich der vorhandene Filialbestand so transformieren, dass er auch langfristig relevant bleibt?

Lilienthal gibt darauf eine klare Antwort: mit weniger Denken in klassischen Filialstrukturen – und mehr Fokus auf Beratung, Begegnung, regionale Identität und die intelligente Verbindung von persönlichem und digitalem Service.